Betriebswirtschaftslehre im Studium und im Beruf

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Betriebswirtschaftslehre (BWL) ist die Frage, wie ein Unternehmen seine Ressourcen wie zum Beispiel Personal, Sach - und Finanzmittel sinnvoll, effektiv und effizient einsetzen kann.

BetriebswirtschaftslehreDie Zielsetzung eines Unternehmens, seine Stellung in der Gesamtwirtschaft und seine Unternehmenskultur sind ebenfalls wichtige Fragen, die in der Betriebswirtschaftslehre (BWL) aufgegriffen werden. Darüber hinaus werden die Funktionsbereiche und die Wertschöpfungsprozesse des Betriebes dargestellt und erläutert. Organigramme bilden die Aufbauorganisation (den Abteilungsaufbau) der Unternehmen ab. Die wichtigen Wertschöpfungsprozesse werden häufig durch genaue Ablaufdiagramme wiedergegeben. Dieser kostenorientierte Prozess beinhaltet alle Faktoren, wie Material, Arbeits - und Betriebsmittelkosten, die zur Produktherstellung eingesetzt werden.
Eine immer wichtigere Rolle innerhalb des Betriebes und seines Umfeldes spielen die Fragen zum Qualtäts - und Umweltmanagement. Als typische Querschnittsaufgabe sind hier alle Betriebsbereiche des Unternehmens eingebunden. Daher spielen diese Themen auch in der BWL eine nicht unerhebliche Rolle. Die Formulierung von Qualitäts - und Umweltzielen mit der Festlegung der verantwortlichen Personen sind heute entscheidende Merkmale der Kundenorientierung.

Was gibt es noch für wichtige Aspekte der Betriebswirtschaftslehre?

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Betriebswirtschaftlehre sind die Kenntnisse über grundsätzliche Rechtgrundlagen eines Unternehmens. Im Handelsgesetzbuch sind die Regeln und Gesetze für Kaufleute festgeschrieben. Darüber hinaus sind dort alle Definitionen über Kaufleute, Gewerbetreibende und Handelsgesellschaften zu finden. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt innerhalb der BWL sind die unterschiedlichen Möglichkeiten der erlaubten Rechtsformen von Unternehmen. Denn die Rechtsform ist der gesetzlich beschriebene Rahmen in dem sich ein Betrieb bewegen darf. Es wird unterschieden zwischen Einzelunternehmung und Gesellschaftsunternehmung. Das Einzelunternehmen steht im Eigentum einer einzelnen natürlichen Person. Bei einem Gesellschaftsunternehmen werden Rechte und Pflichten in einem Gesellschaftsvertrag fixiert und eine Geschäftführung festgelegt.

Regeln zum Kaufvertragsrecht und zum Zahlungsverkehr werden in der Betriebswirtschaftlehre ebenfalls sehr eingehend behandelt, denn gerade durch fehlerhafte Vertragsformulierungen und Zahlungsbedingungen kann ein sehr große Schaden für ein Unternehmen angerichtet werden. Kenntnisse über das Controlling, über die Abläufe im Rechnungswesen und die Erstellung der Bilanz werden in der betriebswirtschaftlichen Ausbildung umfangreich gelehrt.

Betriebswirtschaftslehre ist mehr als nur zweidimensional

Neben diesen, oft mit vielen Zahlenkolonnen ausgestattete Materie, spielt das Materialmanagement und das Absatzmanagement eine entscheidende Rolle in der BWL. Entscheidungen über Eigenfertigung oder Fremdbezug, die Beachtung der logistischen Prozesse unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte sind hier oft entscheidende Kriterien. Absatzziele, Marktforschung, Werbekampagnen und Distributionspolitik mit Blick auf die optimale Kundenorientierung sind ein Hauptaugenmerk der Betriebwirtschaftler.

Fragen der Personalbeschaffung, Personalentwicklungsmaßnahmen und der externe Personalbeschaffung sind darüber hinaus, neben den gesamten rechtlichen Aspekten des Arbeitsvertrages, ein entscheidendes Kapitel der Betriebswirtschaft.